Dritte Zähne – Welche Möglichkeiten gibt es bei den „Dritten“?

Mit den Zähnen ist das so eine Sache. Erst kommen sie, dann gehen sie wieder. In der Regel folgen zum Schluss die „Dritten“, wobei es einige Möglichkeiten gibt. Es muss unterschieden werden bei den Verfahren, den Kosten und auch welche Vor- bzw. Nachteile es bei einem künstlichen Gebiss gibt. Mit den dritten Zähnen sind speziell Zahnersatz oder eine Zahnprothese gemeint. Nach den Milchzähnen folgen die Bleibenden und dann kommen die künstlichen Zähne an die Reihe. Letztere sind alle, die nach einem Zahnverlust zum Tragen kommen.

Unterschiedliche Arten der dritten Zähne

Bei den dritten Zähnen ist unter folgenden Arten zu unterscheiden:

  • festsitzende Prothese
  • herausnehmbare Prothese
  • Hybridprothese

Bei einer festsitzenden Prothese handelt es sich um eine Brücke mit Echtzähnen oder um eine, die von Implantaten getragen wird. Unter einer herausnehmbaren Prothese ist entweder eine Teilprothese, Vollprothese oder eine Totalprothese gemeint. Wie der Name schon sagt, ersetzt eine Vollprothese das gesamte Gebiss, während Teilprothesen in Frage kommen, wenn sich noch Teile des vorhandenen Gebisses im Mundraum befinden.

Teilprothesen kann der Zahnarzt an Restzähnen befestigen. Hinzu kommt der nicht unwichtige Faktor, dass sogenannte Klammerprothesen zur normalen Regelversorgung der Krankenkassen gehören und somit der Patient einen Festzuschuss beantragen kann.

Eine gesonderte Form der Dritten stellen Hybridprothesen dar. Sie können auf einzelnen Restzähnen ihren Platz finden oder werden auf Implantaten verankert. Sie gehören zur Kategorie der herausnehmbaren und festsitzenden Prothesen.

Zahnkronen oder Brücken?

Circa 15 Millionen der deutschen Bundebürger verfügen bereits über dritte Zähne. Hierzu zählen nicht nur jene, die eine festsitzende Prothese nutzen, sondern auch diejenigen, die mit einer Brücke oder Zahnkronen versorgt sind.

Leider befinden sich unter den Personen viele, die mit ihrem Zahnersatz nicht zufrieden sind. Diverse Prothesen sind schlecht angepasst. Sie wackeln, halten nicht gut oder sie haben sich nach relativ kurzer Zeit verfärbt.

Für Verfärbungen sorgen in der Regel Bakterien oder Beläge. Diese können sich schnell bilden, wenn es der Träger mit der Reinigung nicht so genau nimmt. Herkömmliche Zahnpasta ist nicht zu empfehlen, in ihr befinden sich sogenannte Schleifkörper die nicht nur Prothesen zerkratzen, sondern sie nahezu aufrauen. Dadurch bedingt finden Bakterien idealen Nährboden um sich festzusetzen. Es kann so leichter zu Verfärbungen und Belägen kommen.

Experten empfehlen aus diesem Grund auf einen Reinigungsschaum zurückzugreifen, der die Prothese nicht nur sauber hält, sondern auch antibakteriell wirkt und eine schonendere Reinigung gewährleistet. Zudem sollte der Träger in regelmäßigen Abständen seine Dritten einer professionellen Reinigung durch einen Zahnarzt oder einem zahntechnischen Labor unterziehen.

Die Kosten

Wird ein Zahnersatz benötigt, kann der Patient normalerweise mit enormen Kosten rechnen. Pauschale Aussagen über den genauen Betrag können nicht genannt werden, denn sämtliche Leistungen gehören der gesetzlichen Regelversorgung an.

Berechnet werden die Beträge über die GOZ (Gebührenordnung für Zahnärzte). Privatleistungen gehören nicht in diese Kategorie. Je nach Führung von Bonusheften werden 50 bis 65 % der Kosten erstattet. Folgende Tabelle kann helfen, die Kosten abzuschätzen:

Art des ZahnersatzesGesamtkostenEigenanteil
Vollprothese pro Kiefer:500 bis 900 Euro170 bis 550 Euro
Klammerprothese:600 bis 900 Euro250 bis 600 Euro
Zahnbrücke:1.300 bis 2.200 Euro700 bis 1.600 Euro
Vollkeramik Zahnkrone:700 bis 1.000 Euro700 bis 1.000 Euro
Implantat:1.700 bis 3.400 Euro1.350 bis 2.800 Euro
Kieferknochenaufbau:500 bis 1.500 Euro500 bis 1.500 Euro

(Angaben ohne Gewähr, bitte Fragen Sie Ihren behandelnden Zahnarzt)

Eingewöhnungsphase mit einer Zahnprothese

Nicht jeder kann sich schnell an seinen Zahnersatz gewöhnen, immerhin handelt es sich um einen Fremdkörper im Mund. Essen und Sprechen fallen in den Anfangszeiten keinem so leicht. Allerdings gibt es einige Punkte, die die Eingewöhnungszeit erleichtern.

Das wichtigste Kriterium hierbei ist, die Prothese nicht herauszunehmen, auch nicht in der Nacht. Nach der täglichen Reinigung sofort wieder einsetzen. Nur so ist es möglich, dass die Mundschleimhaut genügend Widerstandskraft entwickelt und Kiefer und Gaumen aktiv bleiben.

Tipps für Essen und Trinken

Wichtig bei einer Prothese ist Geduld. In der Anfangszeit kann es durchaus sein, dass Geschmacksnerven durch die Gaumenplatte der Prothese abgedeckt werden. Nach einiger Zeit jedoch lernt der Träger, dass er gut mit der neuen Situation zurechtkommt und auch der volle Geschmacksinn wieder vorhanden ist. Weiterhin ist darauf zu achten:

  • beim Kauen die Kiefer gleichmäßig belasten
  • zum Abbeißen Eck- und Vorderzähne benutzen
  • Vorsicht walten lassen, bei heißen Speisen und Getränken (Oberkieferprothese bedeckt teilweise den Gaumen und Heißes wird nicht sofort wahrgenommen)
  • in der ersten Zeit sogenannte Plombenzieher (Brötchen, hartes Obst usw.) meiden
  • leichte und weiche Speisen bevorzugen
  • Nüsse, Körner und Rohkost in der ersten Zeit vermeiden (Essenreste setzen sich unter der Prothese ab).
  • immer auf eine gründliche Reinigung achten

Das Sprechen fällt in der ersten Zeit schwer, denn die Lautbildung ist ein komplexes Zusammenspiel und seit vielen Jahren ist diese aufeinander eingestellt. Die Bewegungsabläufe müssen sich mit dem Zahnersatz erst wieder einspielen. In der Regel dauert dieser Zustand nicht lange an, denn der menschliche Sprechapparat ist in jedem Alter in der Lage sich optimal anzupassen.

  • vor dem Sprechen die Zähne fest aufeinander drücken. So wird sichergestellt, dass die Zahnprothese richtig sitzt.
  • manche Personen leiden in der Anfangszeit unter einem vermehrten Speichelfluss, daher vor dem Sprechen einmal kurz schlucken
  • vor einem Spiegel Sprechübungen vollziehen
  • langsamer reden und sich Bewegungsabläufe einprägen
  • laut und ruhig sprechen, schwierige Wörter in der ersten Zeit vermeiden
  • vertraute Personen einbeziehen und sich nach bestimmten Wörtern erkundigen. Der Träger kann feststellen, wie sich Gesagtes anhört.
  • bei größeren Problemen über einen längeren Zeitraum einen Logopäden hinzuziehen

Reinigung von Prothesen

Generell ist eine Reinigung der Zähne äußerst wichtig. Bei Prothesen verhält es sich nicht anders, denn im schlimmsten Fall drohen ansonsten Mundgeruch Zahnfleischentzündungen, aber auch Bakterienbefall. Zahnstein kann sich verhärten, wenn Beläge nicht gründlich entfernt werden. Zudem spielt die Reinigung eine wichtige Rolle für die Langlebigkeit der Prothese.

Der Träger sollte einige Grundregeln beachten, damit er lange Freude an seinen Dritten hat:

  • die Reinigung sollte im besten Fall über einem Waschbecken stattfinden. Damit der Zahnersatz keinen Schaden nimmt, ein Handtuch hineinlegen. Alternativ kann eine Plastikschüssel genutzt werden.
  • gründliche Reinigung ist Voraussetzung
  • Zahnfleisch und Zunge nicht vergessen

Besser ist die Verwendung von Gebissreiniger- Tabs oder Tabletten. Diese werde einmal pro Tag verwendet, indem sie nach dem Prinzip: Einweichen, Bürsten und Abspülen funktionieren. Der Zahnersatz wird für einige Zeit eingeweicht, dann gründlich abgebürstet und dann sorgfältig angespült. Wichtig hier: Packungsbeilagen genau studieren, Einwirkzeiten unterschieden sich bei unterschiedlichen Produkten.

Verwendete Lösungen zudem bitte nur einmal verwenden!!

Der Handel bietet Prothesenreiniger auch in Form von Schaum, Gel oder Paste an.

Den Zahnersatz richtig reinigen ist ein wichtiges Unterfangen, welches jedoch nach und nach in Fleisch und Blut übergeht. Bei keinem Zahnersatz spielt die Reinigung und Pflege eine untergeordnete Rolle. Bei Teilprothesen kommt noch das Problem hinzu, dass noch vorhandene Zähne angreifbarer für Karies und Zahnbettentzündung (Parodontose) sind.

Zudem sollte es keine normale Zahnbürste sein, sondern eine extra dafür angefertigte Prothesenbürste. Diese besitzt den Vorteil, sich dem Zahnersatz genau anzupassen und mehr Druck auszuhalten. Diese speziellen Bürsten reinigen auch schwierig zu erreichende Stellen und säubern die Prothese effektiver.

Allgemeines über Zahnprothesen

Nur sehr wenige Menschen kommen mit ihren Zähnen durch das Leben. Die Folgen sind Teilprothesen oder sogar ein gesamter Zahnersatz. Welches Material hält jedoch am längsten, ist zudem noch kostengünstig und welches wird vom Körper am besten vertragen?

Der Zahnschmelz ist das härteste Material in einem menschlichen Körper. Schließlich werden gewisse Aufgaben an die Zähne gestellt. Sie müssen unterschiedlichen Anforderungen gewachsen sein, sei es Reibekraft, Druck, Säuren oder jeder Menge an Bakterien. Zudem gibt es weitere Gefahren, die den Zähnen schaden können. Dazu gehören unter anderem:

  • Karies
  • ein Stück Zahn bricht ab
  • Parodontose
  • Nerven werden geschädigt

Zahnersatzmaterialien sorgen für einen perfekten Zahnersatz:

  • Metalle (Gold, Titan, Amalgam, Palladium)
  • Kunststoffe
  • Keramik

Zudem gibt es Zahnzement, als Übergansmöglichkeit oder als Befestigung für Kronen und Co.

Ein gutes Zahnersatzmaterial muss nicht nur gut aussehen, sondern auch spezielle Aufgaben übernehmen. Es soll so lange wie möglich halten und möglichst wenig Kosten verursachen. Weiterhin muss der Patient sichergehen, dass es sich um eine gute Verarbeitung handelt und den Körper wenig belastet.

Zahnmetalle können Probleme wie beispielsweise Korrosion, Giftigkeit, Auslöser von Allergien oder elektrische Leiter sein.

Amalgam ist zwar quecksilberhaltig, aus medizinischer Sicht jedoch immer noch ideal. Es kann gut verarbeitet werden und ist vergleichsweise stabil und günstig. Jedoch kann es im Laufe der Zeit zu unterschiedlichen Reaktionen kommen:

  • Kopfschmerzen
  • Reizbarkeit
  • Schlaflosigkeit
  • Darmerkrankungen
  • Müdigkeit
  • Magenproblemen

Zahnstahl ist kostengünstig und robust und wird häufig von Krankenkassen unterstützt. Allerdings gehört Stahl zu den Nicht- Edelmetall- Legierungen und daher weniger verträglich, als Gold oder Keramik.

Es gibt zwar keine optimale Verträglich, Patienten sollten sich auf keinen Fall für Amalgam entscheiden. Sofern sich noch ältere Füllungen im Mundraum befinden, sollten diese fachmännisch entfernt und ersetzt werden.

Kategorie: Ratgeber
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